Ein besonderes Highlight kurz vor den Sommerferien war der Start eines Wetterballons von unserem Schulhof aus. Unter der Leitung von Herrn Aleksander Nikolla hatte die zwölfköpfige Stratoflight-AG das Projekt über Wochen vorbereitet. Bereits vor zwei Jahren war der Ballonflug ein großer Erfolg gewesen – nun wurde die Aktion anlässlich des 130-jährigen Schuljubiläums wiederholt.
Pünktlich um 10.45 Uhr verfolgten weit über hundert Schülerinnen gespannt den Start vom Schulhof aus und viele weitere online. über GPS-Tracker live. Gleichzeitig stiegen symbolisch 130 Luftballons in den Himmel.
Der Wetterballon erreichte eine Höhe von rund 40 Kilometern und stieg damit weit höher als ein Verkehrsflugzeug. An Bord befanden sich eine Kamera und Reagenzgläser mit verschiedenen Stoffen, die den besonderen Bedingungen in großer Höhe ausgesetzt wurden. Nach etwa zwei Stunden platzte der Ballon planmäßig zwischen Frankfurt und Darmstadt. Die Sonde wurde anschließend von den Windströmungen wieder zurück in Richtung Taunus getragen und landete schließlich auf dem Grundstück einer Villa in Kronberg.
„Die Wahrscheinlichkeit, dass der Ballon in einer Stadt niedergeht, lag bei lediglich 3,75 Prozent“, erklärt Herr Nikolla. Die Flugroute war bereits eine Woche vor dem Start erstaunlich präzise berechnet worden. Selbstverständlich wurde auch die Flugsicherung vorab informiert.
Für die Schülerinnen war das Projekt eine eindrucksvolle Verbindung von Naturwissenschaft, Technik und Abenteuer – und ein weiteres unvergessliches Ereignis im Jubiläumsjahr der Maria-Ward-Schule.

