Du betrachtest gerade Unsere Wünsche für den Frühling

„Der Frühling kommt leise.“ Mit diesen Worten begann an einem Montagmorgen im März unsere Statio in der Aula – und tatsächlich hatte sich in den Wochen davor in unserer Klasse vieles ganz leise auf diesen Tag hinbewegt.

Im Deutschunterricht entstanden sechzehn kurze Texte zum Frühling: darüber, wie still die Welt im Winter wirkt, wie die Tage langsam wieder heller werden und wie auch im Leben oft Großes ganz klein beginnt – mit einer Idee, einem freundlichen Wort, einem Lächeln. Parallel dazu die Idee: viele bunte Papierblüten in Pink, Lila, Türkis, Gelb und Grün.

Am Morgen der Statio war die Klasse schon früh in der Aula. Jede Stuhlreihe wurde mit Blüten beklebt, das Stehpult dekoriert, die Präsentation getestet – Monets blühender Garten als Titelbild passte einfach – und vorne wurden zwei große Plakate mit der Überschrift „Unsere Wünsche für den Frühling“ vorbereitet.

Pünktlich begrüßten zwei Schülerinnen die Jahrgänge 7 und 8. Dann stand die ganze Klasse nebeneinander auf der Bühne und las ihre selbst verfassten Texte: „Im Winter wirkt die Welt oft still…“ fing es an, und Stück für Stück erzählten die Schülerinnen, wie der Frühling zurückkehrt.

Im Anschluss wurde die Mitmachaktion „Hoffnung blüht“ erklärt: Alle im Publikum konnten ihre Papierblüte pflücken und durften darauf eine Hoffnung, einen Wunsch oder ein kleines Dankgebet schreiben. Vor der Bühne wurde es ein buntes Gewusel und die Plakate füllten sich nach und nach mit Farbe.

Danach sprachen zwei Schülerinnen das gemeinsame Gebet „Hoffnung blüht“ vor: „Lieber Gott, so wie im Frühling Blumen wachsen und blühen, lass auch Hoffnung in unseren Herzen wachsen…“ – und alle sprachen leise mit. Zum Abschluss erklang das Schlusslied „Here Comes The Sun“ von den Beatles, als musikalischer Start in die neue Woche.

Was am Ende übrig blieb, hängt jetzt zur Erinnerung an der Wand vor dem Lehrerzimmer: ein großes Plakat, vollgeklebt mit bunten Blüten, jede ein Wunsch. Ganz alltägliche Dinge stehen darauf – „Gute Noten“, „Schönes Wetter“, „Ferien”, „Freunde, die zu mir halten“ – und ganz große: „Frieden“, „Kein Krieg mehr“, „Hunger beenden“, „Gesundheit“, „Freiheit für jeden Menschen“. Klein und Groß, persönlich und weltumspannend, alles dicht an dicht.

Rückblickend war diese Statio eine der schönsten Aktionen des Schuljahres – und ein eindrücklicher Beweis dafür, was unserer Klasse gelingt, wenn wir uns gemeinsam für eine Sache einsetzen. Aus einem kleinen Samen kann mit Zeit und Geduld eben tatsächlich etwas Großes wachsen.

Auf weitere Aktionen im neuen Schuljahr freut sich…

Herr Linker, Klassenlehrer der 7c

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