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Eine Woche Taizé – Gemeinschaft, Glaube und neue Erfahrungen

In der letzten Woche hatten wir die besondere Gelegenheit, eine Woche das Klosterleben von Taizé in Frankreich zu mitzuerleben. Wir waren 14 Schülerinnen der 9. Klasse bis zur Oberschufe, begleitet von Frau Dere und Frau Meenken.
Gestartet sind wir am 14.06.2026 um 7.45 Uhr in Bad Homburg mit der Bahn. In Karlsruhe sind wir dann in den Bus umgestiegen, wo wir bereits von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften der Maria-Ward-Schule aus Landau und zwei weiteren Schule erwartet wurden.

Für viele war es die erste Reise dieser Art und eine Erfahrung, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Schon bei der Ankunft wurde deutlich, dass das Leben in Taizé anders ist und eine Abwechslung zum Schulalltag bietet.
Unsere Tage waren geprägt von Gemeinschaft, Gebeten, vielen Gesängen, Gesprächen und einfachen Lebensbedingungen. Gestartet haben die Tage um 8 Uhr mit Morgengebet und anschließendem Frühstück. Beim Essen sollte man sich lieber beeilen, um nicht lange in der Schlange zu stehen. Das Essen gab es immer im Freien, einfach aber doch lecker, so dass niemand hungern musste.
Der wichtigste Bestandteil des Tages waren die gemeinsamen Gottesdienste. Besonders beeindruckend waren die Gesänge, bei denen Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen sangen. Die Gebete wurden in verschiedenen Sprachen gesprochen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Niederländisch. Zu jedem Gottesdienst gehörten außerdem etwa fünf Minuten Schweigen. Diese Zeit der Ruhe half vielen dabei, nachzudenken, zu beten oder einfach einmal zur Ruhe zu kommen.
Neben den Gottesdiensten gab es Bibeleinführungen und einen Austausch in kleinen Gruppen. Es wurden Fragen zum Bibeltext besprochen. Außerdem gab es noch freiwillige Workshops über verschiedene Themen, zum Beispiel ein Video über die Geschichte von Taizé.
Hier sind wir auch in Kontakt mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Schulen und Ländern gekommen. Der Austausch war für uns trotzdem einfach, da gerade in unserer Woche die Meisten aus Deutschland kamen.

Zum Leben im Kloster gehörte auch die Mithilfe im Alltag. Einige aus unserer Gruppe halfen beispielsweise beim Austeilen von Tee, andere übernahmen Reinigungsdienste. Dadurch wurde deutlich, dass das Zusammenleben nur funktioniert, wenn alle ihren Beitrag leisten.

Der schöne See auf dem Gelände bot eine willkommene Abkühlung, bei den dort sommerlichen Temperaturen. Dort konnte man entspannen, Zeit mit Freunden verbringen oder einfach die besondere Atmosphäre genießen und spazieren. Wir mussten nur aufpassen uns rechtzeitig auf den Weg zu machen, da der See Öffnungszeiten hat.
Am Donnerstagnachmittag unternahmen wir einen mehrstündigen Ausflug in die Stadt Cluny. Hier durften wir die Stadt frei erkunden.  Es war etwas schade, dass einige Geschäfte und die Restaurants geschlossen waren. Aufgrund der Hitze gibt es dort andere Öffnungszeiten als bei uns. Trotzdem konnten wir in genügend Läden stöbern und schöne Andenken kaufen. Einige hatten sich noch Dressur- und Springwettkämpfe angeschaut, während die Anderen auf den kühlen Steinen im Schatten warteten.

Am Freitag hieß es für uns schon wieder Kofferpacken, denn nach dem Abendgebet ging es für uns dann wieder nach Hause.
Besonders schön war die Gemeinschaft. Auch mal Jahrgangsübergreifend eine tolle Zeit zu erleben und unsere Lehrerinnen mal anders kennenzulernen. Es entstanden neue Freundschaften, und viele lernten Menschen kennen, die sie im normalen Schulalltag vermutlich nie getroffen hätten. Natürlich gab es auch Herausforderungen. Die einfache Unterkunft, die Hitze und die langen Tage verlangten uns einiges ab. Dennoch waren sich viele am Ende einig: Die Woche in Taizé war eine wertvolle Erfahrung.
Wir möchten uns bei Frau Dere und Frau Meenken, sowie den Organisatoren bedanken, die diese Fahrt ermöglicht haben und hoffen darauf, in den nächsten Jahren wieder dabei sein zu können.

Florentine Allendorf, 9b

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